Richtig investieren: Aktiv oder passiv?

Aktiv oder passiv investieren, mit Fonds oder ETFs? Alle Vorteile und welche Anlageform wann die richtige für dich ist.

aktiv passiv investieren

Ob aktiv oder passiv: Investieren ist die richtige Entscheidung!

Du möchtest einen Teil deines Geldes am Finanzmarkt investieren? Glückwunsch, diese Entscheidung ist ziemlich klug! Schließlich sorgt die Niedrigzinspolitik der vergangenen Jahre dafür, dass das von den Deutschen so beliebte Sparbuch kaum dabei hilft, sein Geld wachsen und gedeihen zu lassen. Im Gegenteil: Da die jährliche Inflationsrate höher liegt als die Zinssätze fürs Sparbuch, verliert das dort angelegte Geld beständig an Wert. Höchste Zeit also, sich nach einer Alternative umzusehen, die mehr abwirft. Mit einem Investment am Finanzmarkt könnte dieses Vorhaben klappen! 

Aber: Ist Investieren nicht riskant?

In vielen Köpfen hat sich die Meinung verfestigt, dass eine Geldanlage am Finanzmarkt bloße Zockerei sei. Die Börsencrashs in den Jahren 2000 („Dot.com Blase“) und 2007 („globale Finanzkrise“) haben diese Sorge noch verstärkt. Wer aber einige einfache Spielregeln beachtet, kann sein Geld relativ risikoarm investieren und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, es erfolgreich zu vermehren: 

Diversifikation: Mit einer ausreichenden Streuung verteilt man sein Geld auf verschiedene Anlageklassen und Bereiche, z. B. in Aktien, Edelmetalle oder Immobilien. Da diese allesamt Sachwerte sind, bleiben sie übrigens von der Inflation unbeeinflusst. Dank Diversifikation fällt es nicht so sehr ins Gewicht, wenn ein Bereich einmal schwächelt. Tipp: Anstatt solche Anlagen einzeln zu kaufen, kann man auf gemanagte Investmentfonds und ETFs setzen, die eine Vielzahl von Einzeltiteln bündeln – und so durch die Streuung noch mehr Sicherheit bieten als Direktinvestitionen.

Langfristig anlegen: Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich ein Investment vor allem dann auszahlt, wenn man langfristig anlegt. Nach allen Crashs hat sich das Kursniveau erholt. Wer also einfach abwartet und eine Krise aussitzt, bis sie  vorüber ist, macht alles richtig und schützt sein Investment auf die beste Art und Weise: mit Gelassenheit und Geduld.

Also, ran ans Investieren. Nur: Aktiv oder passiv?

Spricht man von aktivem und passivem Investment, sind in der Regel die beiden Anlageformen „gemanagte Investmentfonds“ und „ETFs“ gemeint. Und um es gleich vorwegzunehmen: Beide Arten haben ihre Vorteile und ihre Daseinsberechtigung!  

Passives Investment mittels ETFs

Ein ETF ist ein börsengehandelter Investmentfonds, der versucht, einen Index nachzubilden. Er bildet also die gesamte Wertentwicklung einer Vielzahl verschiedener Unternehmen ab, ohne zwangsläufig Aktien von diesen kaufen zu müssen. Das Geld wird also passiv angelegt. Das spart Kosten, schließlich gibt es keinen Manager, der den ETF verwalten muss. In Wachstumsphasen partizipiert der ETF an steigenden Kursen – genauso, wie er während eines schwachen Marktumfeldes an fallenden Kursen partizipiert. Das macht ihn transparent, eine Outperformance erreicht man mit einem ETF allerdings nicht, zumal er den ihm zugrunde liegenden Index nicht schlagen, also übertreffen kann.

Den richtigen ETF für sich zu finden, ist nicht leicht. Inzwischen gibt es über drei Millionen Indizes – siebzigmal so viel wie Aktien. Und: ETF ist nicht gleich ETF. Es gibt sie für unterschiedliche Anlageklassen, als replizierende und synthetische ETFs, als ausschüttende und thesaurierende ETFs, gehebelt oder als sogenannte „Smart Beta“-ETFs, die z. B. auf Dividendenausschüttung spezialisiert sind.

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Aktives Investment mittels Fonds

Folgt ein ETF stur dem ihm zugrunde liegenden Index, verhält es sich beim aktiven Fonds anders: Hier entscheidet nämlich ein Fondsmanager, welche Titel im Fonds in welchem Anteil und Verhältnis gekauft oder verkauft werden – mit dem Ziel, das Rendite-Risiko-Verhältnis fortlaufend zu optimieren. Der Fondsmanager ist in der Lage, auf politische oder wirtschaftliche Ereignisse am Markt zu reagieren. Erkennt er chancenreiche oder auch risikobehaftete Situationen, kann er die Titel im Fonds aktiv umschichten. Im Idealfall kommt es so zu einer Outperformance, also zu einer überdurchschnittlichen Rendite gegenüber dem Index. Doch selbst ein Fondsmanager liegt mal daneben – dann liegt die Performance womöglich sogar unter der tatsächlichen Wertentwicklung am Markt. 

Es ist also wichtig, aus der Vielzahl angebotener Fonds diejenigen zu identifizieren, die über ein solides Management und eine entsprechend starke Performance verfügen.

Aktiv oder passiv investieren? Unser Fazit.

Sowohl passive ETFs als auch aktiv gemanagte Fonds können eine überaus sinnvolle Investition für dich sein. Je nach bevorzugter Anlagestrategie liegt die Gewichtung entweder vollständig auf nur einer der beiden Anlageformen oder aber auf einem sich gegenseitig ergänzenden Mix aus passiven ETFs und aktiven Fonds. Lass dich von einem unserer Finanzexperten beraten. Wir finden individuell für dich heraus, welche Investition die passende für dich ist.

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