Soli-Abschaffung: Fakten-Check und Chancen für deine Zukunft

Was wäre, wenn du deine Altersvorsorgelücke weiter schließen könntest, ohne am Ende weniger Geld auf dem Konto zu haben? Die Soli-Abschaffung macht es möglich. Doch was genau ist der Soli, wie hoch ist er und was ändert sich 2021? Wir haben die wichtigsten Fragen zusammengefasst.

Soli-Abschaffung: Ersparnis clever nutzen

Wichtige Fragen rund um den Solidaritätszuschlag

Was ist der Solidaritätszuschlag?

Bei dem Solidaritätszuschlag (kurz Soli) handelt es sich um einen Zuschlag auf die Einkommen-, Lohn- und Kapitalertragsteuer. Er ist nur zu zahlen, wenn eine Steuerlast entsteht, die bei der Einkommensteuer über einer Freigrenze liegt.

Wie hoch ist der Soli?

Der Solidaritätszuschlag wird als Zuschlag zur Einkommen- und Körperschaftsteuer erhoben und beträgt 5,5 Prozent von der Einkommen-, Lohn- und Kapitalertragssteuer.

Seit wann gibt es den Soli?

Der Soli wurde 1991 als zeitlich befristet eingeführt, zwischen 1993 und 1994 wurde er nicht erhoben. Ab 1995 wurde der Soli dann unbefristet zur Finanzierung der Kosten der Deutschen Einheit wieder eingeführt.

 

Warum gibt es den Soli?

Er dient als Finanzierungsquelle für die Herstellung der deutschen Einheit. Doch auch die Mehrbelastungen durch den Golfkonflikt 1990 und durch strukturschwache Länder in Mittel-, Ost-, und Südeuropa sollten mit ihm ausgeglichen werden. Erst einige Jahre später rückt der Aufbau Ost in den Fokus. Damals stellte die Regierung fest, dass die Wiedervereinigung deutlich teurer sein würde als angenommen. Doch dass der Zuschlag komplett in den Aufbau Ost fließt, ist ein Mythos, denn das Geld ist nicht zweckgebunden und kann für Staatsausgaben sowohl in Ost- als auch in West-Deutschland eingesetzt werden – zum Straßenbau, für neue Schwimmbäder, Rüstung usw. Wie viel fließt nun wirklich in die ostdeutschen Länder? Nur etwas mehr als ein Drittel laut dem Bund der Steuerzahler. Letztendlich wandert der Solidaritätszuschlag in den großen Topf der Steuereinnahmen des Bundes und wird dadurch ein Teil des Haushaltsbudgets.

 

Wer zahlt den Soli?

Er wird in der gesamten Bundesrepublik Deutschland gezahlt. Geringverdiener sind über den Grundfreibetrag von der Einkommensteuer befreit, so wird der Soli erst ab einem Überschreiten der Freigrenze von aktuell 972 € (Ehepaare: 1.944 €) fällig.

 

Warum wird der Soli abgeschafft?

Die Regierungskoalition hatte nach der Bundestagswahl 2017 in ihrem Koalitionsvertrag für die 19. Wahlperiode die Abschaffung vereinbart. Dabei ging es darum, untere und mittlere Einkommen beim Solidaritätszuschlag ab dem Jahr 2021 zu entlasten. Laut Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sei der Abbau möglich, weil die Deutsche Einheit bereits weit vorangekommen, es aber "auch ein Zeichen des Erfolges des Zusammenwachsens in Deutschland" sei.

Wie funktioniert die Abschaffung?

Ab 2021 wird der Soli für ca. 90 % der Steuerzahler wegfallen.

* Die Einkommensgrößen sind Näherungswerte, die gesetzliche Regelung setzt an der zu zahlenden Einkommenssteuer an. Diese ermittelt sich für jeden Steuerpflichtigen individuell.

Quelle: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/2019-08-21-faq-solidaritaetszuschlag.html; Abruf am 04.12.2019
Quelle: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/2019-08-21-faq-solidaritaetszuschlag.html; Abruf am 20.01.2020

Was spare ich konkret?

Die Ersparnis aus dem Wegfall des Solis hängt von deinem Einkommen bzw. der Höhe deiner wirklich zu zahlenden Lohnsteuer, deiner Steuerklasse sowie deinem Familienstand ab. Unser Soli-Rechner hilft dir, deine jährliche Ersparnis zu berechnen.

Soli für den Vermögensaufbau nutzen?

Mit dem Wegfall des Soli bietet sich dir eine großartige Gelegenheit, für das Alter vorzusorgen und deine Rentenlücke weiter zu schließen. Denn schließlich kommst du doch mit dem Geld, das aktuell monatlich auf deinem Konto landet auch gut aus, oder? Es würde sich also unterm Strich im nächsten Jahr finanziell wenig für dich ändern, außer dass du den freigewordenen Soli-Beitrag sinnvoll für deine Altersvorsorge nutzt. Eine renditestarke Möglichkeit kann dabei die fondsgebundene Altersvorsorge bieten. Im Vergleich zu klassischen Altersvorsorge­produkten mit Garantieverzinsung investierst du bei der fondsgebundenen Altersvorsorge einen großen Teil der Beiträge in chancenreiche Anlageformen, also Investmentfonds und Aktien. Entwickeln sich die Anlagen positiv, profitierst du von den Erträgen. Am Ende kann dies für dich potenziell eine höhere Rente im Alter bedeuten. Wo es Chancen gibt, können natürlich auch Schwankungen entstehen. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass diese über längere Laufzeiten und ratierliche Investitionen in der Regel ausgeglichen werden. Lässt du deine Fonds aktiv durch einen Fondsmanager betreuen, kümmert sich dieser darum, dass deine Anlage dauerhaft angepasst wird und aktuelle Themen widerspiegelt.

Dafür beobachtet er die wirtschaftlichen Ereignisse am Markt und schichtet Fonds je nach Chancen- oder Risikolage aktiv um. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass das Kapital in den letzten Jahren vor der Rente in sichere Fonds umgeschichtet wird. Somit wird die Gefahr von Kursverlusten kurz vor deinem Ruhestand mit der fondsgebundenen Rentenversicherung stark reduziert.

Wie du das genau umsetzen kannst und wie viel es dir bringt, kann dir dein persönlicher Berater ausrechnen. Du hast noch keinen Berater bei tecis? Macht nichts. Ruf uns einfach an und vereinbare ein unverbindliches Gespräch über unsere Videoberatung – einfach, bequem und sicher von zuhause aus!

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