Checker-Wissen: Was ist die „Gelbe-Schein-Regelung“?

Wirst du krank oder verletzt dich und kannst über einen längeren Zeitraum nicht arbeiten, brauchst du möglichst bald einen Ersatz für dein Gehalt. Hast du vorher eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, kann dir dabei die „Gelbe-Schein-Regelung“ oder auch „Arbeitsunfähigkeitsklausel“ helfen. Sie ist ein Bestandteil im Regelwerk vieler Berufsunfähigkeitsversicherungen.

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Eine Berufsunfähigkeits-versicherung sichert den Wert deiner Arbeitskraft ab.

Wenn du berufsunfähig wirst, bekommst du monatlich eine vereinbarte Rente ausgezahlt, die dein bisheriges Gehalt ersetzt. Nun führt aber zum Glück nicht jede Erkrankung oder Verletzung auch zur Berufsunfähigkeit. Denn „berufsunfähig“ bist du in der Regel erst, wenn du dauerhaft nicht mehr in der Lage bist, deinen Beruf zu mindestens 50 Prozent auszuüben.

Um dich vorher trotzdem schon finanziell unterstützen zu können, haben viele Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen in ihrem Regelwerk die sogenannte „Gelbe-Schein-Regelung“ bzw. „Arbeitsunfähigkeitsklausel“ verankert.

Diese verspricht einen einfacheren Zugang zur Leistung. Das heißt, du bekommst sie oft schon, wenn du durch eine oder mehrere aufeinanderfolgende Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (umgangssprachlich „Gelber Schein“) nachweisen kannst, dass du mindestens sechs Monate nicht arbeiten kannst oder konntest. Ist dies der Fall, zahlen viele Anbieter bis zu 24 Monate lang eine sogenannte Arbeitsunfähigkeitsrente in der vereinbarten Höhe deiner eigentlichen Berufsunfähigkeitsrente. Wird später doch eine dauerhafte Berufsunfähigkeit festgestellt, wird die Arbeitsunfähigkeitsrente in deine Berufsunfähigkeitsrente umgewandelt. 

Fazit

Mit dem Einschluss einer solchen „Gelben-Schein-Regelung“ in deine Berufsunfähigkeitsversicherung erhältst du in der Regel schneller und einfacher eine Leistung und kannst vorübergehende Erkrankungen oder Verletzungen finanziell abfedern.