Persönlich oder digital? Was du über Finanz-Apps wissen solltest

Heutzutage scheint es für alles die passende App zu geben: zum Musikhören, zum Sportmachen und zum Termineplanen, für die Gewichtskontrolle und zur Überwachung der Schlafqualität. Neuerdings trenden außerdem die sogenannten Finanz-Apps, mit denen du Versicherungen abschließen und sogar Geld investieren kannst. Aber können sie wirklich den Berater oder die Beraterin aus Fleisch und Blut ersetzen?

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Der Trend zur Finanz-App

Das Bewerben von Produkten über Influencer ist ein gängiges Geschäftsmodell und beinhaltet nicht immer die beste Produktempfehlung.

„Es könnt alles so einfach sein – isses aber nicht!“, sangen die Fantastischen Vier vor mehr als einem Jahrzehnt. Diese Weisheit trifft auf vieles im Leben zu – auch auf die Themen Finanzen und Versicherungen. Tatsächlich trenden momentan sogenannte Finanz-Apps: Anwendungen, mit denen sich Versicherungen oder auch Sparverträge in wenigen Schritten per Smartphone abschließen lassen. Aber ist es wirklich so einfach, wie es uns die Influencer glauben machen wollen?

„Nein“ – lautet die klare Antwort von Florian Diermann. Der 29-Jährige ist Regional Manager bei der tecis Finanzdienstleistungen AG. An seinem Hauptstandort Paderborn sowie in der Repräsentanz Köln berät er Kundinnen und Kunden zu Finanzthemen – und bildet zudem tecis Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner aus. „Wenn man Werbeformate sieht, beispielsweise über Instagram und Co., sollte man sich eines bewusst machen: Das Bewerben von Produkten über Influencer ist ein gängiges Geschäftsmodell und beinhaltet nicht immer die beste Produktempfehlung.“ 

Kein Raum für wichtige Details

Ein weiteres Problem ist die große Menge an Informationen, die sich hinter den Produkten verbergen. Zum Beispiel bei Vergleichs-Apps für Versicherungen: Die möglichen Grenzen einer solchen App erschließen sich einem schnell, wenn man sich einmal vor Augen führt, wie umfangreich das Regelwerk schon eines einzigen Versicherers ist. Ein digitaler Algorithmus, wie ihn die Apps verwenden, kann in der Regel nicht alle Details der verschiedenen Tarife in Betracht ziehen, bevor er Empfehlungen gibt. Hinzu kommt: Viele Nutzerinnen und Nutzer schauen häufig eher auf den Preis und können ohne die Erklärungen eines Profis womöglich mit weiteren Vergleichspunkten, die auf die Leistung abzielen, gar nichts anfangen. 

Genau hier werden die Stärken deutlich, die eine persönliche Beratung bietet – umso mehr, wenn sie anbieterungebunden erfolgt. Im tecis Portfolio zum Beispiel finden sich viele hundert Tarife verschiedenster Produktpartner, die jedoch vorher von einem leistungsstarken Backoffice auf Herz und Nieren geprüft werden. Wichtige Details wie die Nachversicherungsgarantie oder der Verzicht auf die abstrakte Verweisung in der Berufsunfähigkeitsversicherung gehören dann zu den Standards. Und im persönlichen Gespräch können die Details und offenen Fragen fachkundig geklärt werden. 

Natürlich haben auch die Apps inzwischen ihren festen Platz. Sie können – wie z. B. im Falle von mytecis – einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass man den Überblick über die persönlichen Finanzen behält. Manche dieser Produkte sind so gut, dass wir sie sogar explizit empfehlen

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Kapitalanlagen per App? Vorsicht!

Es ist wichtig, dass die Leute für das Thema Finanzen sensibilisiert werden.

Schwierig kann es jedoch beim Umgang mit Apps für Kapitalinvestitionen werden – wenn also Laien allein mit digitalen Hilfsmitteln am Kapitalmarktgeschehen teilnehmen wollen. Denn nach wie vor ist das Finanzwissen in Deutschland bei vielen auf keinem sehr guten Stand. Ein Schulfach für das Thema Finanzen gibt es bei uns nach wie vor nicht. Dennoch entdecken gerade die jungen Leute, also die Digital Natives, seit etwa anderthalb Jahren die Finanzmärkte für sich. Eine große Zahl der Nutzerinnen und Nutzer bewegt sich jedoch ohne fundiertes Wissen, wie es beispielsweise der tecis Podcast vermittelt, auf den Kapitalmärkten.

Dabei erscheint es aus Sicht der App-Entwickler nur folgerichtig, sich vermehrt auf digitale Angebote für Investoren zu konzentrieren: Laut dem Deutschen Aktieninstitut (DAI) stieg im Corona-Jahr 2020 der Anteil der unter 30-Jährigen, die an der Börse handeln, um satte 67 Prozent. „Zocken wird zum Lifestyle“, titelte deshalb „ZEIT online“ am 28. April 2021. Befeuert wird dieser Trend von zahlreichen Influencern, die auf YouTube oder Instagram dafür werben, wie einfach mit diesen Tools Geld zu machen sei.

Florian Diermann
Florian Diermann, Regional Manager bei tecis

Florian Diermann findet das bedenklich – auch wenn er es grundsätzlich gutheißt, dass die jungen Leute auf den Kanälen abgeholt werden, auf denen sie ohnehin unterwegs sind. „Es ist wichtig, dass die Leute für das Thema Finanzen sensibilisiert werden. Denn angesichts des aktuellen finanziellen Zeitalters ist ein Umdenken dringend nötig.“ Was der Profi damit meint: Sichteinlagen wie etwa Sparbücher und Tagesgeldkonten bringen zurzeit wenig bis keine Zinsen, gleichzeitig steigt die Inflation – das Geld verbrennt also in Teilen, wenn die Sparerinnen und Sparer keine alternativen Anlagewege wählen.

Gleichwohl sollten nach Florian Diermanns Ansicht gerade Laien äußerste Vorsicht walten lassen. „Häufig werden über diese Apps vor allem Einzelaktien gehandelt. Diese bieten naturgemäß die Chance auf schnelle Gewinne, aber eben auch auf Totalverluste.“ Hinzu komme, so Diermann, dass die Generationen Y und Z seiner Erfahrung nach eher spielerisch mit dem Geld umgingen – Stichwort „Zocken als Lifestyle“. Im Vergleich zur Generation ihrer Eltern haben sie laut dem Finanzexperten ein deutlich weniger ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis – bei einer im Allgemeinen schwachen finanzpolitischen Bildung. „Die jungen Leute wollen alles, und sie wollen es sofort. Sie sind ungeduldig, kennen sich aber mit den Marktmechanismen oft zu wenig aus. Über die Finanz-Apps zu investieren scheint leicht, kann jedoch teilweise auch wie Roulette spielen sein: Man kann Glück haben, man kann aber auch sehr schnell alles verlieren.“ Die Erfahrungen, so Diermann, zeigten immer wieder, dass es gerade im Bereich Vermögensaufbau wichtig ist, lieber langfristig und unter Berücksichtigung des eigenen Risikoprofils zu denken und auf eine möglichst breite Risikostreuung zu setzen.

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Gute Beratung ist essenziell

Anleger sollten zunächst lernen, wie man den Vermögensaufbau langfristig plant.

Gerade deshalb ist es aus Sicht von Florian Diermann essenziell wichtig, dass sich die jungen Kundinnen und Kunden beim Eintritt in die Finanzmärkte professionell beraten lassen – und zwar von einem Menschen aus Fleisch und Blut. „Vermögen lässt sich oft nur verlässlich aufbauen, wenn man weiß, wie die Märkte funktionieren. Deshalb sollten die Anleger zunächst lernen, wie man den Vermögensaufbau langfristig plant.“

Das Beratungskonzept bei tecis umfasst daher drei Schritte:

  1. Bildung: Die Kundinnen und Kunden lernen zu verstehen, wie die Finanzmärkte aufgebaut sind, wie sich Vermögen planbar generieren lässt und wie man Risiken optimal streut.
  2. Zugangswege: Aus dem großen Portfolio mit den Produkten von über 250 Anbietern wird das ausgewählt, was am besten zum jeweiligen Kunden oder zur jeweiligen Kundin passt. Dafür, dass jederzeit der optimale Überblick gewährleistet ist, kann die Bündelung aller Verträge im Kundenportal und der dazugehörigen App mytecis sorgen.
  3. Betreuung: Erfahrene Anleger wissen: Es ist nicht damit getan, ein Depot zu eröffnen – dieses muss gepflegt und betreut werden. Auch das leisten die tecis Beraterinnen und Berater. Sie verfolgen die Marktentwicklungen mit, informieren sich regelmäßig über Neuerungen wie Gesetzesänderungen und geben anhand der Marktentwicklungen wichtige Impulse, etwa zur Nachinvestition.
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„Für meine Kundinnen und Kunden ergibt sich daraus ein echter Mehrwert“, erklärt Florian Diermann. „Sie verstehen ihre Anlagen, können ihre eigenen Ideen mit einbringen und profitieren von einer Betreuung, besonders in Zeiten, in denen sie ihre Lebensprioritäten anders setzen. Während der Planung des Eigenheims oder der Geburt eines Kindes sind die Anlagen sicherlich nicht die Priorität Nummer eins, der Markt schläft jedoch nicht!“

Wer sich hingegen allein auf das verlasse, was in der Werbung oder über Influencer beworben wird, verhalte sich möglicherweise fahrlässig. „Das ist ein bisschen so, als wenn ein Kind versucht, Auto zu fahren. Selbst wenn es ihm gelingt, den Wagen irgendwie zu starten, ist es noch längst nicht dazu in der Lage, sicher ans Ziel zu kommen.“

Wenn der Vermögensaufbau per App so leicht wäre, wie es uns die Werbung glauben machen will, ergänzt der tecis Profi, dann müsste es viel mehr vermögende Leute geben. „Leider ist die Masse der Menschen jedoch nicht vermögend, weil man eben Sachverstand und eine kluge Strategie benötigt, um nicht einmalig, sondern langfristig über einen längeren Zeitraum hinweg die richtigen Investitionsentscheidungen zu treffen. Unsere Devise lautet: Lieber langfristig und planbar Vermögen aufbauen, statt zu riskieren, die eigenen finanziellen Ziele nie zu erreichen. In allen Lebensbereichen ist es gut, Mentoren zu haben – beim Sport, bei der Ernährung, in der persönlichen Entwicklung und natürlich auch beim Thema Finanzen.“

Weil die Zukunft dir gehört.

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