Vermögensaufbau strategisch angehen - Teil 2: konsequent sein

Wer seinen Vermögensaufbau strategisch angeht, kann gelassen in die Zukunft blicken. Dafür ist nicht viel mehr nötig als drei Leitsätze. In diesem Teil erfährst du, was es heißt, beim Vermögensaufbau konsequent zu sein.

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Fotos: champja/iStock/gettyimages.de

Langfristig agierende Investoren

Langfristig agierende Investoren müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob sie den richtigen Zeitpunkt erwischt haben, um bei einem bestimmten Anlageprodukt einzusteigen. Entscheidend ist das Timing normalerweise nur für kurzfristig handelnde Spekulanten. Auf lange Sicht hat ein anderer Faktor einen viel größeren Einfluss auf das Anlageergebnis: die Konsequenz.

Wer sein Vermögen step by step aufbaut und regelmäßig dieselbe Summe zurücklegt, kann Börsentiefs nicht nur aussitzen, sondern sogar für sich nutzen. Fallen die Kurse, kauft man für sein Geld automatisch mehr (günstigere) Anteile, steigen die Kurse, erhält man weniger (teurere) Anteile. Anlagestrategen nennen dies „Cost-Average-Effekt“. Dabei gilt es, eine trügerische Warnlampe im Hirn abzuschalten, die bei Verlustgefahr anspringt. 

Selbst mit kleinerem Geldbetrag Vermögen aufbauen

Menschen neigen dazu, Entscheidungen zu meiden, die möglicherweise negative Folgen haben könnten und behalten lieber den bisherigen Zustand bei – selbst wenn dieser kaum Vorteile verspricht. Das liegt daran, dass Verluste im Hirn im Normalfall etwa dreimal stärker wahrgenommen werden als Gewinne gleicher Größenordnung. Anders gesagt: Um einen (theoretischen) Verlust von 1000 Euro gefühlsmäßig auszugleichen, braucht es einen Gewinn von 3000 Euro. Wer sich nicht von Angst leiten lässt, sondern konsequent weiter spart, auch wenn die Kapitalmärkte gerade runter gehen, ist in der Regel auf Dauer deutlich erfolgreicher in seinem Vermögensaufbau. „Selbst mit einem kleineren Geldbetrag bietet sich so eine gute Möglichkeit, über einen langen Zeitraum ein kleines Vermögen aufzubauen“, sagt Tanja Beller, Direktorin beim Bundesverband deutscher Banken.