Vermögensaufbau strategisch angehen – Teil 3: Vermögen streuen

Wer seinen Vermögensaufbau strategisch angeht, kann gelassen in die Zukunft blicken. In diesem Teil unserer Investment-Serie erfährst du, warum es wichtig ist, sein Vermögen zu streuen.

Coins in soil with young plants on blurred background

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Bei der Geldanlage alles auf eine Karte zu setzen, birgt in der Regel Gefahren.

Das hat der US-Ökonom Harry M. Markowitz schon in den 1950er-Jahren herausgefunden. Der spätere Nobelpreisträger suchte nach Anlagestrategien, die bei möglichst geringem Risiko eine möglichst hohe Rendite abwarfen. Dabei zeigte sich ein eindeutiger Zusammenhang: Die durchschnittliche Wertschwankung gut gemischter Depots ist nach seinen Erkenntnissen stets kleiner als die einzelner Anlagepositionen im jeweiligen Depot. Positive und negative Bewegungen einzelner Werte können sich bis zu einem gewissen Maß gegenseitig aufheben. Je unterschiedlicher die Kurse einzelner Wertpapiere sich entwickeln, desto besser funktioniert die Methode. „Acht bis zehn verschiedene Werte im Portfolio sind empfehlenswert, um das Risiko zu streuen“, sagt Franz-Josef Leven vom Deutschen Aktieninstitut.

Aus dem Motiv der Risikostreuung sind vor mehr als 240 Jahren Investmentfonds entstanden, über die Anleger in unterschiedliche Unternehmen, Branchen und Regionen investieren können. Fondsmanager mischen entweder Papiere einer bestimmten Anlageklasse (zum Beispiel Aktien) oder greifen auf Produkte aus verschiedenen Anlageklassen zurück. Die derzeit sehr beliebten Misch- beziehungsweise Multi-Asset-Fonds enthalten neben Aktien zumeist Anleihen und andere festverzinsliche Papiere und investieren oft auch in weitere Anlageklassen.

Gut zur Beimischung können sich Immobilien eignen, deren Preisentwicklung in der Regel nur wenig mit der anderer Anlageklassen korreliert. Wer Wertschwankungen im Vergleich zu Aktienfonds in seinem Vermögen reduzieren will, könnte zum Beispiel auf offene Immobilienfonds zurückgreifen, in denen mehrere Gebäude zu einem Immobilien-Portfolio zusammengefasst sind.

Wie und wo Anleger investieren sollten, hängt oft weniger von den aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten ab als von der richtigen, langfristig ausgerichteten Strategie. Wer gut informiert eine Anlageentscheidung trifft und seiner Strategie treu bleibt, kann beim täglichen Blick auf die Börsenkurse beruhigter sein.

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