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Dividendenfonds: So profitierst du von regelmäßigen Ausschüttungen

Viele Fonds helfen dir beim Vermögensaufbau. Dividendenfonds bieten dir bei einem positiven Verlauf auch die Möglichkeit, von regelmäßigen Ausschüttungen als stetiger Einkommensquelle zu profitieren. Gleichzeitig hast du trotz bestehender Risiken die Chance, am langfristigen Wachstum des Fonds teilzuhaben. Für dich als Anlegerin oder Anleger kann der Mehrwert von Dividendenfonds etwa in der Stabilität liegen: Dividendenzahlungen geben meist auch in volatilen Phasen Sicherheit. Was Dividendenfonds sind, welche Vorteile und Nachteile sie haben und wie du den für dich am besten geeigneten Dividendenfonds für dich findest, erfährst du hier.

Das Wichtigste in Kürze zu Dividendenfonds

  • Wenn du in einen ausschüttenden Dividendenfonds investierst, werden dir – in Abhängigkeit des Erfolges der investierten Unternehmen – in regelmäßigen Abständen Dividenden ausgezahlt – ein willkommener Zuschuss zum Einkommen.
  • Es gibt Dividendenfonds, die stabile Dividenden ausschütten, auch wenn sie nicht immer sehr hoch sind. Das ist gut für eigene, verlässliche Planungen.
  • Dividendenfonds kombinieren Ausschüttungen mit möglichen Kurssteigerungen. Auf lange Sicht ergeben sich dadurch meist attraktive Gesamtrenditen.

Dividendenfonds können eine sinnvolle Ergänzung für dein Portfolio sein, besonders wenn du regelmäßige Erträge schätzt und langfristig orientiert anlegst. Die Kombination aus Dividenden und möglichen Kurssteigerungen macht sie zu einer interessanten Option für ausgewogene Fondsrenditen. Wichtig ist jedoch, dass du die Risiken verstehst und der Fonds zu deiner persönlichen Anlagestrategie und Risikobereitschaft passt.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Dividendenfonds und wie funktionieren sie?

  • Dividendenfonds sind Investmentfonds, die gezielt in Aktien von Unternehmen investieren, die regelmäßig Dividenden ausschütten. Diese Unternehmen zeichnen sich in der Regel durch stabile Geschäftsmodelle, solide Bilanzen und eine nachhaltige Dividendenpolitik aus.
  • Dividendenfonds als spezielle Form von Aktienfonds sammeln das Geld vieler Anlegenden und investieren es in ein breit gefächertes (diversifiziertes) Portfolio aus dividendenstarken Aktien. Dadurch wird das Risiko einzelner Kursrückgänge oder Dividendenaussetzungen reduziert.
  • Die Fondsdividenden können entweder direkt an dich ausgeschüttet oder automatisch wieder angelegt werden (thesaurierende Variante), um die langfristige Fondsrendite durch Zinseszinseffekte zu maximieren.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Besteuerung: 
    • Bei ausländischen Einzelaktien fällt häufig eine sogenannte Quellensteuer an, die der jeweilige Staat direkt von der Dividende abzieht. Diese im Rahmen eines Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) zwischen Deutschland und dem jeweiligen Quellenstaat zurückzufordern, ist für Privatanlegende oft aufwendig und teuer. Bei Dividendenfonds kümmert sich praktischerweise das Fondsmanagement um solche steuerlichen Themen. Anlegende erhalten die Ausschüttung direkt in Deutschland.
    • Ausschüttungen aus (auch ausländischen) Investmentfonds unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer. Zusätzlich gilt für Aktienfonds eine Teilfreistellung von 30 %, wodurch nur 70 % der Gewinne versteuert werden müssen – ein klarer Vorteil gegenüber Einzelaktien.

Die zwei Arten, wie Dividenden verwendet werden

Ausschüttende Dividendenfonds

Bei einer Ausschüttung erhältst du die Dividenden aus deinen Fonds regelmäßig auf dein Konto ausgezahlt. Ausschüttungen ergeben passive Einkünfte, mit denen du dir schöne Dinge nebenher leisten kannst, vorausgesetzt, die enthaltenen Unternehmen schütten regelmäßig Dividenden aus.

Beispielrechnung

Typische Dividendenrenditen liegen bei Dividendenfonds im Bereich von 3 bis 4 % p. a. (pro Jahr).

Angenommen, du investierst 20.000 Euro in einen Fondssparplan auf Dividendenfonds mit einer Ausschüttungsrendite von 3,5 %:

  • Jährliche Dividendenausschüttung = 20.000 € × 3,5 % = 700 €

Abzüglich Steuern ergibt das gut 590 Euro mehr auf dem Konto, die du z. B. für einen Urlaub nutzen kannst oder für andere Anschaffungen, die sich aus deinem regulären Einkommen nicht oder weniger gut finanzieren ließen. Es stehen dir immerhin gut 50 Euro monatlich mehr zur Verfügung, etwa für Streamingdienstkosten, aber auch für Hobbys, Mitgliedsbeiträge für Vereine oder Freizeitaktivitäten wie Kino und Theater. Im Alter können die Ausschüttungen auch als kleine Zusatzrente relevant sein.

Praxistipp: Bei vielen Depotplattformen werden die Ausschüttungen automatisch wieder angelegt, was zum Kauf zusätzlicher Fondsanteile führt. Wenn du möchtest, dass bei ausschüttenden Fonds auch wirklich etwas auf dein Konto ausgezahlt wird, solltest du diese Einstellung einmal prüfen und ggf. ändern.

Thesaurierende Fonds

Bei thesaurierenden Dividendenfonds werden bei einem positiven Verlauf die ausgeschütteten Erträge nicht an dich ausgezahlt, sondern automatisch wieder im Fondsvermögen angelegt. In welchen Fällen das für dich die bessere Option sein kann, erfährst du in unserem Ratgebertext zu thesaurierenden Fonds

Vor- und Nachteile von Dividendenfonds für deine Geldanlage

Dividendenfonds bieten dir verschiedene Vorteile gegenüber anderen Anlageformen. Sie kombinieren die Chance auf Kurssteigerungen einerseits mit regelmäßigen Erträgen durch Dividendenausschüttungen andererseits und können so zu stabilen Fondsrenditen beitragen.

  • Regelmäßige Erträge: Dividendenfonds sind attraktiv, weil sie auf planbare, regelmäßige Einkommen durch Dividenden abzielen. Dividenden sind – besonders in Niedrigzinsphasen – meist deutlich höher als die Zinsen von Spar- und Festgeldanlagen. Dies macht sie zu einer interessanten Anlageoption, wenn du trotz niedriger Zinsen verlässliche wiederkehrende Erträge erzielen möchtest.
  • Diversifikation: Durch Diversifikation (also durch die Investition in verschiedene Aktien und/oder verschiedene Anlagearten) wird das Investment-Risiko über viele dividendenstarke Unternehmen verschiedener Branchen und Länder gestreut.
  • Inflationsschutz: Die Aktienfonds-Rendite kann helfen, deine Kaufkraft langfristig zu erhalten: Wenn die Inflation steigt und sich die allgemeine Kaufkraft des Geldes verringert, können gute Unternehmen mit hoher Preissetzungsmacht davon profitieren und ihre Gewinne steigern. Das schafft Spielraum für höhere Dividendenzahlungen. Durch steigende Dividenden kann dein Einkommen aus Dividendenfonds zumindest teilweise deine inflationsbedingten Kaufkraftverluste ausgleichen.
  • Liquidität: Du kannst Fondsanteile täglich kaufen oder verkaufen.
  • Professionelles Management: Das Fondsmanagement wählt dividendenstarke Aktien aus und optimiert kontinuierlich das Portfolio.

Welche Art von Dividendenfonds du wählst, hängt von deinen persönlichen Anlagezielen und deiner Risikobereitschaft ab. Denn innerhalb der Dividendenfonds lassen sich verschiedene Strategien unterscheiden.

Strategien beim Investment in Dividendenfonds

Es gibt eine Vielzahl an Strategien, die mit Dividendenfonds verfolgt werden können. Wichtig ist unter anderem die Unterscheidung in „hohe Dividende“ vs. „stabile, planbare Ausschüttung“.

  • Planbare Dividende: Unternehmen mit stabilen Dividenden bringen zwar nicht unbedingt die höchste Rendite, dafür zahlen sie die Dividende aber in der Regel sehr verlässlich und teilweise  mit jährlichen Erhöhungen. Diese Stabilität beruht auf einem soliden, nachhaltigen Geschäftsmodell und konstanter Ertragslage.
    Wenn das Fondsmanagement in sogenannte Dividendenaristokraten investiert, dann bedeutet das, dass sich Unternehmen mit einer langen Historie (mindestens 25 Jahre) von jährlichen Dividendensteigerungen im Portfolio befinden.
  • Hohe Dividendenrendite: Bei dieser Strategie investierst du in Unternehmen, die aktuell vergleichsweise hohe Dividendenrenditen bieten. Solche Unternehmen können attraktive laufende Erträge liefern. Allerdings ist das Risiko höher, dass die Dividende künftig gekürzt wird oder entfällt, wenn die wirtschaftliche Lage sich verschlechtert, was häufig durch fallende Kurse signalisiert wird.

Beide Strategien und alle, die zwischen den beiden beschriebenen Polen oszillieren, haben ihre Daseinsberechtigung; bei der Auswahl kommt es eher auf die eigenen Ziele und die Risikobereitschaft an.

Wenn du nicht selbst mühsam herausfinden möchtest, welche Strategie für dich die richtige ist, dann frag gerne unsere Beraterinnen und Berater. Sie finden mit dir gemeinsam den Dividendenfonds, der am besten zu dir passt. 

Lass dich von unseren Expertinnen und Experten beraten, welcher Dividendenfonds optimal zu deinen Anlagezielen passt. Vereinbare noch heute einen kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin!

Aktienfonds-Rendite aus Dividendenfonds: Was kannst du erwarten?

Die Rendite von Dividendenfonds setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: der Kursentwicklung der Unternehmen, in die investiert wurde, und deren ausgeschüttete Dividenden.

Grundlage für beides sind die Gewinne der Unternehmen im Fondsportfolio. Wenn Firmen Gewinne erzielen, stehen ihnen zwei Möglichkeiten offen:

  • Sie können das Kapital für weiteres Wachstum reinvestieren – zum Beispiel durch Expansion, Forschung oder neue Produkte.
  • Oder sie geben das Geld direkt an die Aktionärinnen und Aktionäre zurück. Das geschieht entweder in Form von Aktienrückkäufen, die wiederum die Kurse stützen können – oder eben durch Dividendenzahlungen.

Historisch gesehen haben Dividendenfonds oft stabile Fondsrenditen erzielt, auch wenn diese je nach Marktlage schwanken können.

Komponenten der Fonds-Rendite und realistische Erwartungen

Im Grunde besteht die Fonds-Rendite aus zwei verschiedenen Bestandteilen:

  • Kursgewinne: Kursgewinne entstehen, wenn die Werte der im Fonds gehaltenen Aktien oder andere Vermögenswerte steigen. Als Anlegerin oder Anleger profitierst du von Kursgewinnen allerdings erst, wenn du deine Fondsanteile verkaufst. Solange du die Anteile hältst, sind Kursgewinne nur sogenannte Buchgewinne, die den Wert deines Investments erhöhen, aber noch nicht realisiert (ausgezahlt) wurden.
  • Dividendenerträge: Bei Dividendenfonds bekommst du in ausschüttenden Tranchen regelmäßig Dividendenzahlungen, die sofort als Ertrag nutzbar sind – ein Verkauf von Aktien oder Fondsanteilen ist also nicht nötig. Oft führt die Auszahlung der Dividende eines Unternehmens auch kurzfristig zu einem Kursrückgang der Aktie in ungefähr gleicher Höhe, weil die Dividende nach der Auszahlung nicht mehr zum Unternehmensvermögen gehört. Damit bleibt aber der Gesamtwert des Investments zunächst stabil. 

Langfristig (über Zeiträume von zehn Jahren und mehr) konnten Anlegende mit globalen Aktienfonds durchschnittliche Jahresrenditen von etwa 6 bis 8 %*  erzielen. Dividendenfonds bewegen sich häufig in einem ähnlichen Bereich** , unterscheiden sich jedoch in ihrem Charakter: Sie investieren bevorzugt in Unternehmen mit etablierten Geschäftsmodellen und stabilen Cashflows, die regelmäßig Gewinne ausschütten. (Der Cashflow zeigt, ob ein Unternehmen genügend liquide Mittel generiert, um laufende Kosten zu decken, Investitionen zu tätigen oder Schulden zu tilgen.) Solche Unternehmen finden sich häufig in schon lange bestehenden Branchen wie Energie, Telekommunikation oder Basiskonsumgüter – also Branchen, deren Produkte immer gebraucht werden. Dadurch können Dividendenfonds tendenziell geringere Kursschwankungen und kontinuierlichere Erträge bieten.

Wachstumsorientierte Fonds hingegen setzen stärker auf Unternehmen in dynamischen Zukunftsmärkten, die Gewinne meist reinvestieren, um ihre Expansion zu finanzieren. Diese Titel können in Phasen wirtschaftlicher Stärke hohe Renditen erzielen, reagieren aber in Krisen oder bei steigenden Finanzierungskosten oft empfindlicher.

Wichtig bleibt: Vergangene Fondsrenditen – egal, ob aus Wachstumsfonds oder Dividendenfonds – sind keine Garantie für zukünftige Entwicklungen. Die Aktienfonds-Rendite kann in einzelnen Jahren stark schwanken.

So wählst du den richtigen Dividendenfonds aus

Bei der Auswahl eines Dividendenfonds solltest du verschiedene Kriterien beachten, um den für dich passenden Fonds zu finden. Nicht alle Dividendenfonds sind gleich aufgebaut (siehe etwa weiter oben unter „Strategien beim Investment in Dividendenfonds“) und die Fonds-Rendite kann stark variieren.

Wichtige Auswahlkriterien für Dividendenfonds

Dividendenrendite

  • Die Dividendenrendite zeigt, wie hoch die jährliche Ausschüttung im Verhältnis zum aktuellen Fondspreis ausfällt. Für Anlegende kann sie ein erster Hinweis darauf sein, wie stark der Fonds seine Erträge aus Dividenden generiert.
  • Dabei lässt sich zwischen ordentlichen Erträgen (bei Aktien sind das die Dividenden, also die Früchte der Apfelbäume) und außerordentlichen Erträgen unterscheiden (Gewinne, die durch den Verkauf von Aktien entstehen – also der abgeholzte Baum, dessen Holz verkauft wurde). Dividendenfonds legen ihren Fokus in der Regel auf die ordentlichen Erträge.
  • Noch wichtiger als die aktuelle Dividendenrendite ist jedoch die langfristig erzielbare Rendite. Eine Momentaufnahme sagt oft wenig über die Stabilität und Nachhaltigkeit der Erträge aus. Besonders bei Aktien mit ungewöhnlich hohen Renditen ist Vorsicht geboten: Ein hoher Wert kann auf Kursrückgänge infolge wirtschaftlicher Schwierigkeiten hindeuten.
  • Wenn Unternehmen in der Folge ihre Dividende kürzen, sinkt auch der Ertragswert des Fonds. Kontinuität und Verlässlichkeit der Ausschüttungen sind daher wichtiger als kurzfristig überdurchschnittliche Renditen.

 Kosten (TER): 

  • Die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) zeigt, welche laufenden Verwaltungs-, Management- und sonstigen Betriebskosten im Fonds anfallen.
  • Grundsätzlich gilt: Hohe Kosten können die Netto-Rendite eines Fonds schmälern.
  • Dennoch ist eine reine Kostenbetrachtung nicht zielführend. Entscheidend bleibt die Nach-Kosten-Performance, also die Rendite eines Fonds nach Abzug aller internen Fondskosten, wie sie in Fondscharts abgebildet wird.
  • Ein aktiv gemanagter Dividendenfonds darf durchaus teurer sein, wenn das Fondsmanagement nachweislich durch sorgfältige Investmentauswahl und aktives Risikomanagement überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt.
  • Geringe Kosten sind damit kein Qualitätsmerkmal, sondern lediglich ein Faktor unter mehreren.

Anlagestrategie:

  • Dividendenfonds unterscheiden sich teils erheblich in ihrer strategischen Ausrichtung – etwa durch regionale Schwerpunkte (z. B. Europa, Nordamerika oder Schwellenländer), branchenspezifische Fokussierungen oder die Anwendung bestimmter Dividendenstrategien.
  • Eine breite Streuung (Diversifizierung) ist wichtig, damit nicht einzelne Branchen oder Unternehmen den Fonds dominieren. Eine gute Mischung über Sektoren, Regionen und Unternehmensgrößen verringert das Risiko, dass Branchenprobleme zu starken Renditeschwankungen führen.

Historische Wertentwicklung:

  • Die historische Performance zeigt, wie sich der Fonds über verschiedene Marktphasen hinweg entwickelt hat.
  • Dennoch ist die vergangene Wertentwicklung kein Garant für die Zukunft. Sie hilft aber, die Konstanz und Krisenfestigkeit der Anlagestrategie einzuschätzen.
  • Fonds, die über längere Phasen stabile Erträge und kontinuierliche Ausschüttungen erzielen, sind in der Regel robuster aufgestellt.

Risiken und Nachteile von Dividendenfonds

Dividendenfonds teilen viele Risiken mit anderen Aktienfonds, etwa Kurs-, Markt- oder Inflationsrisiken. Charakteristisch für sie ist jedoch ihre spezielle Struktur: Durch den Fokus auf ausschüttungsstarke Unternehmen weisen sie in der Regel geringere Kursschwankungen auf und bewegen sich damit weniger stark als der Gesamtmarkt.

In Phasen kräftiger Kursanstiege hinken Dividendenfonds oft hinterher – vor allem, weil ein Teil der Gewinne an Anlegende ausgeschüttet und nicht in Wachstum reinvestiert wird. In schwächeren Marktphasen dagegen gelten sie als vorteilhafte defensive Strategie: Die regelmäßigen Ausschüttungen und die meist stabileren Geschäftsmodelle der im Portfolio enthaltenen Unternehmen sorgen für mehr Widerstandskraft.

Dividendenfonds vs. andere Anlageformen im Vergleich

Ein direkter Vergleich zeigt, welche Stärken und Schwächen Dividendenfonds haben und wo sie im Vergleich zu anderen Anlageoptionen stehen.

Vergleich der Anlageformen

  • Einzelaktien: Wer direkt in Einzelaktien investiert, trägt ein höheres unternehmerisches Risiko, da die Rendite stark von der Entwicklung einzelner Unternehmen abhängt. Gleichzeitig besteht die Chance auf überdurchschnittliche Gewinne, wenn sich ein Unternehmen besonders positiv entwickelt. Diese Anlagestrategie erfordert jedoch intensive Marktbeobachtung, Unternehmensanalysen, hohe Risikobereitschaft und regelmäßige Portfolioanpassungen, was Zeit, Wissen und Disziplin voraussetzt.
  • Wachstums-Aktienfonds: Wachstumsfonds legen den Schwerpunkt auf Unternehmen, die überwiegend ihre Gewinne reinvestieren, um das Geschäft auszubauen, neue Produkte zu entwickeln oder Marktanteile zu gewinnen. Das Ziel ist ein maximales Kapitalwachstum durch steigende Aktienkurse. Sie eignen sich daher besonders für Anlegende mit einem längeren Anlagehorizont und höherer Risikobereitschaft, die Wertschwankungen akzeptieren, um von potenziell hohen Kursgewinnen zu profitieren.
  • Anleihen- bzw. Rentenfonds: Diese Anlageform bietet in der Regel eine stabilere, planbarere Ertragsstruktur mit geringeren Kursschwankungen. Das Renditepotenzial ist jedoch meist niedriger, insbesondere in Niedrigzinsphasen. Anleihen- bzw. Rentenfonds dienen häufig als sicherheitsorientierte Komponente im Portfolio und gleichen die Volatilität risikoreicherer Anlagen aus.
  • Dividenden-ETFs: Dividendenorientierte ETFs bilden einen Index ab, der auf dividendenstarke Unternehmen fokussiert ist. Sie bieten eine kosteneffiziente Möglichkeit, breit gestreut in Dividendenzahler (also Unternehmen, die Dividenden zahlen) zu investieren. Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Dividendenfonds werden sie jedoch nicht aktiv angepasst, was die Flexibilität bei Marktveränderungen einschränken kann.
  • Immobilienfonds: Diese Fonds investieren in Immobilienprojekte oder -portfolios und bieten Anlegenden bei einem positiven Verlauf Zugang zu regelmäßigen Mieterträgen und langfristigem Wertzuwachs. Sie unterscheiden sich in Struktur und Liquidität deutlich von Aktien- oder Dividendenfonds und reagieren oft weniger stark auf kurzfristige Marktbewegungen. Dafür haben sie aber ihre eigenen Risiken, etwa durch Leerstände oder Zinsänderungen.

Wann Dividendenfonds besonders sinnvoll sein können

  • Für Anlegende, die regelmäßige Erträge schätzen: Dividendenfonds sollen ein regelmäßiges und möglichst stabiles Einkommen in Form von Dividenden ermöglichen, was sie für einkommensorientierte Anlegende attraktiv macht. Das kann besonders interessant sein für Personen, die sich regelmäßige Ausschüttungen wünschen – etwa zur Ergänzung des laufenden Einkommens oder im Ruhestand.
  • Als Baustein einer diversifizierten Anlagestrategie: Durch ihren Fokus auf etablierte, ertragsstarke Unternehmen tragen Dividendenfonds zur Stabilität eines Portfolios bei. Sie bieten eine Balance zwischen Renditechancen durch Kursgewinne und laufenden Erträgen, tragen jedoch als Aktienfonds ebenso die typischen Risiken dieser Anlageklasse. In Kombination mit wachstumsorientierten Fonds oder Anleihen lassen sie sich sinnvoll in eine ausgewogene Vermögensstruktur integrieren.

Fazit: Dividendenfonds als Baustein deiner Anlagestrategie

Dividendenfonds können eine sinnvolle Ergänzung für dein Portfolio sein, besonders wenn du regelmäßige Erträge schätzt und langfristig orientiert anlegst. Die Kombination aus Dividenden und möglichen Kurssteigerungen macht sie trotz der auch hier bestehenden Risiken zu einer interessanten Option für ausgewogene Fondsrenditen. Wichtig ist jedoch, dass du die Risiken verstehst und der Fonds zu deiner persönlichen Anlagestrategie und Risikobereitschaft passt.

Lass dich von unseren Expertinnen und Experten beraten, welcher Dividendenfonds optimal zu deinen Anlagezielen passt. Vereinbare noch heute einen kostenlosen und unverbindlichen Beratungstermin!

Häufig gestellte Fragen zu Dividendenfonds

Das hängt vom jeweiligen Dividendenfonds ab. Bei einem positiven Verlauf schütten die  meisten  quartalsweise, halbjährlich oder jährlich aus, einige bieten auch monatliche Ausschüttungen. Die genauen Ausschüttungstermine und die Höhe der Fondsdividenden findest du in den Fondsdokumenten oder auf der Website des Fondsanbieters.

Ja, Dividendenfonds können gut für den Einstieg geeignet sein, da sie eine breite Diversifikation bieten und du nicht einzelne Aktien auswählen musst. Das Fondsmanagement übernimmt die Aktienauswahl für dich. Am besten informierst du dich vorher über Dividendenfonds – über mögliche Fondsrenditen und auch über die potenziellen Risiken.

Die Gesamtrendite setzt sich zusammen aus der Kursentwicklung des Fonds und den ausgeschütteten Dividenden. Bei thesaurierenden Fonds werden die Dividenden automatisch reinvestiert. Die Aktienfonds-Rendite wird meist als Jahresrendite angegeben.

Dividenden und Kursgewinne unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Bei thesaurierenden Fonds fallen Steuern nur bis zur Höhe der jährlichen Vorabpauschale an. Du kannst einen Freistellungsauftrag nutzen.

Ja, wie alle Aktienfonds können auch Dividendenfonds Kursverluste erleiden und negative Fondsrenditen erzielen. Auch die Dividendenausschüttungen können schwanken oder zeitweise ausbleiben, wenn die Unternehmen im Fondsportfolio ihre Dividenden kürzen oder streichen.

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